Sieben Bausteine = sieben Qualitätsleitlinien für Netzwerkgmeinden

Inhaltliche Leitlinien des „Netzwerks mehr Sprache“ Projekte und Maßnahmen im „Netzwerk mehr Sprache“ werden entlang der folgenden inhaltlichen Leitlinien entwickelt:

1. Früh beginnen

Das Thema der „Frühen Sprachförderung“ soll für Familien mit Kleinkindern, unabhängig von deren Erstsprache, im Alltag präsentsein. Der Elternbildung wird besondere Bedeutung beigemessen.

 

2. Kinder in Kindereinrichtungen intensiv fördern

Frühe Sprachförderung und interkulturelle Pädagogik stellen in allen Kindereinrichtungen verlässliche und verbindliche Angebote dar.

 

3. Sprachförderung im Kontext von Mehrsprachigkeit

Die Entwicklung der Sprachlust und der Neugierde auf andere Sprachen ist ein zentrales Anliegen. Die Mehrsprachigkeit der Kinder wird bei der Sprachförderung als Ressource für die Schaffung von Sprachbewusstsein für alle Kinder berücksichtigt. Im Zentrum steht die Förderung der vorschriftsprachlichen Fähigkeiten sowie des Sprachbewusstseins als Basis für jegliche spätere Sprachentwicklung: der Unterrichts- und Landessprache Deutsch, der Herkunftssprache, der Fremdsprachen.

 

4. Kooperation mit Eltern 

Die Zusammenarbeit mit Eltern ist im Bereich „Frühe Sprachförderung“ eine zentrale Notwendigkeit. Diese soll in Kindereinrichtungen so organisiert und angeboten werden, dass die Eltern im Rahmen ihrer Möglichkeiten (Sprachkenntnisse und Bildungsgrad) festgelegte und definierte Aufgaben übernehmen.

 

5. Qualifizierung der MitarbeiterInnen 

Pädagogische MitarbeiterInnen von Kindereinrichtungen erhalten in den Bereichen „Sprachentwicklung und Frühe Sprachförderung“, „Interkulturelle Pädagogik“ und „Neue Formen der Zusammenarbeit mit Eltern“ fachlich gute Grundlagen.

 

6. Vernetzung aller Beteiligten

Alle Institutionen und AkteurInnen in einer Gemeinde, die sich im Bereich „Frühe Sprachförderung“ engagieren können, werden vernetzt und arbeiten inhaltlich akkordiert.

 

7. Dokumentation und Evaluation

Die Dokumentation und Evaluation der gesetzten Maßnahmen dient der Qualitätsentwicklung und der Qualitätssicherung im Bereich „Frühe Sprachförderung.“ Die Sprachentwicklung der Kinder soll hier besonders genau beobachtet und dokumentiert werden.