Zeitschrift

für Kindergärten
und Kinderbetreuung

I-KU Kalender

der interkulturelle
Kalender mit den
religiösen Feiertagen
für 2017

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Dialog - eine besondere Form der Vergemeinschaftung des Denkens

 

Der Dialog schafft Raum für ein Gespräch, dass sich auf das Wesentliche bezieht und das aus den Wesen heraus erwächst.

Dialog ist nicht nur Methode - er ist vor allem Haltung. Er macht es möglich, dass Menschen sich - fern von Hierarchie und Macht - fern von Rechthaben wollen - fern von Gewinnen wollen - fern von Standpunkte vertreten - im Gespräch annähern.

Der Dialog beginnt dort, wo die Diskussion am Ende ist. Denn er lebt von der Neugierde - von der Haltung des Lernenden. Neugierde, die anderen verstehen zu wollen. Neugierde, sich selber im Gespräch zu ergründen. Neugierde darauf, woher etwas kommt und wohin es gehen könnte. Gemeinsam den Raum des unbekannten Gedankens zu eröffnen, befreit von der Last, etwas erreichen zu müssen. Dialog ist gedeihlich und für Entwicklungsprozesse ganz besonders geeignet.

Ich habe in den Jahren 2007/08 in Osnabrück die Ausbildung zum Dialogprozessbegleiter (Facilitator) bei Prof. Dr. L. Freeman Dhority und Dr. Martina Hartkemeyer gemacht.

Seither ist es mein Bestreben in der Begleitung von Entwicklungsprozessen immer wieder diesen dialogischen Raum zu öffnen, damit die beteiligten Personen, diese wohltuende Frischluftkur genießen können - wenn sie merken, dass Verschiedenheit zur Wohltat wird, wenn sie merken, dass genau diese Vielfalt auch viel dazu beisteuern kann, Neues zu entwickeln. Getragen von einer gegenseitigen Gleichwürdigkeit. 

Dazu mache ich folgende Angebote: 

Dialog in der Kindereinrichtung - Einführungsseminar

In diesem Einführungsseminar lernen die TeilnehmerInnen den Dialog nach Bohm und Buber als Methode kennen - und werden dabei sehr bald merken, dass er genauso viel mit Haltung zu tun hat - wohltuend wirkt.

Anwendungsfelder in den Kindereinrichtungen sind speziell in der Begegnung mit

  • Eltern
  • Kolleginnen
  • Kindern

möglich. Hierzu gibt es viele ganz praktische Erfahrungen und Übungen. Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich.

Dauer: 1,5 Tage

Dialogische Fachbegleitung

Über einen gewissen Zeitraum (zB.: 10x - über ein ganzes Kiga-Jahr verteilt) treffen sich Kolleginnen aus Kindergruppen und gehen miteinander einen dialogischen Prozess ein. In diesen regelmäßigen Treffen entsteht ein Vertrauensraum, der es ganz leicht macht,

  • Fragen des Alltags anzusprechen
  • schwierige Situationen einzubringen
  • neue Perspektiven zu entwickeln.

Diese Art von dialogischer Fachbegleitung stärkt die Kompetenzen der Gruppe und jeder einzelnen teilnehmenden Person. Sie ermöglicht viel "Psychohygiene" und trägt mit guter Gelassenheit und Humor auch zum positiven Stimmungsbild in den Einrichtungen bei.

Dauer: 10 Abendeinheiten

Zielgruppe: KollegInnen aus verschiedenen Einrichtungen oder auch ganze Teams.

Der WEG von der Elternarbeit zur dialogischen Elternbegegnung (Lehrgang)

Dieser 10 tägige Lehrgang wurde gemeinsam mit Dr. Brigitte Epp entwickelt.

Das Zusammenwirken von Eltern und Pädagoginnen ist in mehrfacher Hinsicht bedeutsam und steht im besten Fall im direkten Nutzen für die Kinder, die Eltern und die Pädagoginnen. Bisherige Formen der Elternarbeit haben ihren Nutzen und ihre Möglichkeiten, führen aber nicht selten zu Belastungen, zu Frustration und Resignation. Der Dialog (nach Martin Buber und David Bohm) ermöglicht neue Begegnungsräume in denen sich die Rollen verändern. Die Pädagogin übernimmt mehr die Aufgabe der Moderatorin, die Eltern werden in ihrer Selbstkompetenz gestärkt. Dialogische Elternbegegnung braucht keine schnelle Lösungen, sondern vertraut auf die nachhaltige Wirkung von guten Fragen.

 

ZIELGRUPPE UND ZIELE

 

Dieser Lehrgang richtet sich in erster Linie an Personen, welche in einem beruflichen Kontext pädagogisch tätig sind. Allerdings soll es auch bedeutsam sein, dass diese Personen ja sicher selbst auch Töchter oder Söhne sind, vielleicht sogar schon selbst Mütter oder Väter sind. Wir möchten hier Verbindung schaffen.

 

Dieser Lehrgang richtet sich an Menschen, die sich in ihrer pädagogischen alltäglichen Arbeit bewusst weiter entwickeln wollen und sich dabei weniger auf Rezepturen und neue Techniken verlassen wollen, sondern sich mehr auf die innere Haltung und die  echte Begegnung mit Menschen bauen. Wenn das Erfahrungswissen vor dem „Wissenswissen“ steht, verliert der Fachmensch seine Wichtigkeit und der „Menschmensch“ wird in seiner eigenen Kompetenz gestärkt und rückt in den Mittelpunkt.

 

Dieser Lehrgang versucht dem Grundsatz des ganzheitlichen Lernens treu zu bleiben. So soll eine Balance von KÖRPER – SEELE – GEIST gehalten werden. Wenn dieser Ansatz bei Kindern stimmt, so muss er auch bei Erwachsenen stimmen.

 

Im pädagogisch beruflichen Kontext soll die Ermöglichung und die Begleitung von echten Dialogprozessen und echter Dialogqualität in den Begegnungen mit den Kindern und mit den Erwachsenen (Eltern und KollegInnen) betrachtet und ausgebaut werden. 

 

Im konkreten Beziehungsfeld zwischen PädagogInnen und Eltern werden wir die Andersheit von ElternARBEIT, ElternBILDUNG, ElternBEGEGNUNG und ElternBEGLEITUNG speziell herausarbeiten und deren jeweils besonderen Qualitäten erkennen.

 

 

ORGANISATION:

 

Lehrgangsdauer: 10 Tage (aufgeteilt auf 2x 3 Tage, 2x 2 Tage)

 

oder 1 Einführungswochenende á 2 Tage und dann 2x 3 Tage und 1x 2 Tage)

 

Tagesseminarzeiten: 9.00 bis 17.00 Uhr

 

Gruppengröße: maximal 18 TeilnehmerInnen

 

Abschluss: Teilnahmezertifikat